Abteilung Vogel und Naturschutz

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Erdbeerköpfchen


Erdbeerköpfchen sind sehr gesellig und gelten als die verträglichsten unter den Augenring-Arten, so dass man sie unbedenklich als Paar in geräumige Käfige halten und die Vögel zu mehreren Paaren in Volieren brüten lassen kann.
   
Zucht Wer züchten möchte, braucht wie bei allen anderen Krummschnäbel eine Zuchtgenehmigung. Das liegt am Tierseuchengesetz mit seinen strengen Vorschriften und Auflagen zum Schutz vor der Papageienkrankheit (Ornithose), vor der der Halter keine Angst haben braucht. Junge Agaporniden sollten nicht vor einen Alter von 9 Monaten zur Brut angesetzt werden. Wenn sie ein Jahr alt sind ist es noch besser. Der Käfig oder die Zuchtbox für ein Paar sollte eine Größe von 100 x 50 x 70 cm haben und an einen ruhigen Ort stehen. Da Agaporniden von Natur aus Höhlenbrüter sind, benötigen sie geeignete Nistkästen um in Brutstimmung zu kommen. Die Nistkästen sollten am besten aus harten Holz mit Innenmaßen von etwa 24 x 15 x 17 cm oder 20 x 20 x 30 cm und einen Einschlupfloch von 6 cm Durchmesser gebaut werden. Um den Vögel ihre natürlichen Nestbau in den Nistkasten zu ermöglichen, müssen für Rosenköpfchen und alle andere Arten reichlich frische Weide zur Verfügung gestellt werden. Für Erdbeerköpfchen auch etwas Stroh. Leere Hirsekolben können dabei ebenfalls Verwendung finden. Ähnlich benötigen auch Grauköpfchen und Taratiner, dazu ein paar ungiftige Laubblätter und etwas Moos. Während das Weibchen die etwa 5 Eier bebrütet, wird es vom Männchen aus dem Schnabel mit Nahrung versorgt, so daß es nur zum Kotablassen, Trinken, das Nest verlassen muß. Die Brutzeit dauert 21 - 23 Tage. In der Regel sind Agaporniden gute Eltern. Sind die Jungen geschüpft, werden sie anfangs von Weibchen gefüttert. Der Vogelzüchter muß entsprechend nährstoffreiches Futter zur Verfügung stellen, an das er die Agaporniden schon vor Brutbeginn gewöhnen sollte. Nach 5 - 6 Wochen verlassen die Jungen vollständig befiedert, nur etwas kleinen und matter in den Farben als ihre Eltern und mit dunklen Schnäbeln, den Nistkasten. Sie werden dann noch etwa 2 Wochen vom Männchen gefüttert. Im Alter von 8 Wochen sind die Jungen selbständig und sollten aus der Brutbox entfernt werden, weil das Männchen sie zu verfolgen beginnt. Nicht mehr als zwei bis drei Bruten in Jahr zu lassen, danach sind die Nistkästen zu entfernen. Wer im Koloniebrutsystem in größeren Volieren züchten möchte, muß etwa 1 Kubitmeter pro Paar rechnen und vor allen darauf achten, nur sichere paare gleichzeitig einsetzen. Es müssen mehr Nistkästen als Paare vorhanden sein. Die Kästen sollten gleich groß sein und in gleicher Höhe an einer Wand im Abstand von 15 - 20 cm aufgehängt werden, um Streitereien vorzubeugen.
   

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